Europameister in 3D-Blasrohrschießen 2026 kommt von der SG Kleinlangheim
Bei Blasrohr-Schießen denkt man an die geschickten indigenen Jäger im Amazonas-Urwald. Inzwischen hat sich auch in heimischen Gefilden das sogenannte 3D-Blasrohrschießen als neue Sportart etabliert. Zur Ausrüstung gehört lediglich ein Blasrohr aus Carbon oder Aluminium, dazu passende Pfeile sowie dreidimensionale (3D) Tiernachbildungen. Die ersten Schritte sind recht leicht, man visiert das Ziel an und bläst den Pfeil etwa so wie beim Kirschkern-Spucken. Auch hier gilt natürlich: (viel) Übung macht den Meister, oder sogar Europameister. Das hat Markus Walter von der Schützengilde Kleinlangheim auf der diesjährigen Europameisterschaft Ende Mai in Schwarzenbach bei Wien geschafft. 162 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 6 Nationen schossen dabei über 2 Tage aus Distanzen von drei Meter bis 28 Meter, je nach Größe der Tierfigur. Er bestritt dabei mit 2 Österreichern einen harten Dreikampf um die Medaillen. Zunächst sah es für ihn nur nach Platz 3 aus, dann leistete sich die beiden Führenden leichte, aber entscheidende, Fehler. Und am Ende gab es sogar ein hauchdünnes Foto-Finish: ein Kontrahent schob sich mit dem letzten, perfekt sitzenden, Schuss an die Spitze. Also musste auch der letzte Schuss von Markus Walter fast perfekt sitzen – und er saß! Es dauerte aber noch eine halbe Stunde, bis die die Anspannung aus ihm wich und der frisch gekürte Europameister konnte seinen Titelgewinn begreifen konnte. Auch die anderen beiden „Dreikämpfer“ freuten sich gemeinsam mit dem Gewinner und alle Teilnehmer hatten Spaß bei ihrer Sportart.
